Entwicklung der Baumwollgewinnung und -verarbeitung

Herkunft der Pflanze

Die Baumwollpflanze ist eine sehr alte Kulturpflanze, und gehört zu den Malvengewächsen. Aus ihren Samenhaaren wird die Baumwolfaser gewonnen, welche eine hochwertige Naturfaser ist.

Geschichte der Pflanze

Die Pflanze kommt ursprünglich aus Afrika, Indien, Indonesien, nördlichem Andengebiet und Südwest.- und Zentralamerika. Diese gelten auch heute noch als vorrangig in der Textilindustrie.
Die ersten Belege über Baumwollanbau stammen aus Indien, dann folgte Afrika. 2 000 Jahre vor Christus kam die Baumwolle von Indien nach Ägypten und Europa. In Amerika kannte man den Baumwollanbau bereits vor dem Mittelalter. Dort gab es zur Zeit des Nord.- und Südstaatenkrieges große Baumwollplantagen, die mit Sklaven bewirtschaftet wurden. Sklaven mussten auf den Feldern als Baumwollpflüger arbeiten. Im Jahre 1869 kam in Amerika die erste Maschine zur Baumwollverarbeitung auf den Markt.

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Vorteile des natürlichen Garn

Das Baumwollgarn ist sehr allergenarm. Es ist atmungsaktiv und lässt Feuchtigkeit gut durch. Lange Zeit ging der Trend eher zur künstlichen Faser. Heute geht er wieder mehr zurück zur Pflanzenfaser. Textilien aus dem Garn sind außerdem recycelbar. Auch für die Herstellung von Papierwaren, Kaffeefilter, Papierservietten und Materialen für die Verpackung ist es geeignet und durch die recycelbaren Eigenschaften sehr umweltfreundlich.

Das Gewebe wird vor allem für die Herstellung von Kleidung verwendet. Am häufigsten wird daraus Unterwäsche und Oberbekleidung wie T-Shirts, Pullover und Blusen hergestellt. Bettwäsche und Tischwäsche aus Baumwolle wird gerne genutzt auch wegen, der Pflegleichtigkeit der Textilien und der Fähigkeit Feuchtigkeit aufzunehmen. Baumwolle kann problemlos mit Temperaturen bis zu 95 Grad gewaschen werden und hat deshalb auch in der Krankenpflege einen großen Stellenwert. Zu Zeiten der Stoffwindeln wurden aus der Faser Mulltücher hergestellt die gewaschen wurden und wiederverwendet wurden.

Welche besonderen Textilien gibt es?

Die beschichtete Baumwolle ist wenig bekannt. Es handelt sich dabei um einen imprägnierten Stoff. Er ist wasserundurchlässig, lässt also Wasser und Flüssigkeit an sich abperlen, dadurch ist er nicht so anfällig für Flecken und Schmutz. Trotzdem ist er luftdurchlässig und waschbar. Er kann zum Nähen verwendet werden, kann also wie jeder andere Stoff verarbeitet werden. Diese Art von Stoff findet vor allem bei der Herstellung von größeren Textilien Verwendung, wie zum Beispiel Bettwäsche und Tischwäsche. Die Vorteile dieser Waren nutzen gerne Gastronomiebetriebe und Jugendherbergen. Baumwollstoffen sollten auf jeden Fall wieder mehr Beachtung bekommen, da es durch die künstlich hergestellten Stoffe immer mehr Allergien und Hautkrankheiten gibt. Die natürlichen Fasern sind hier der beste Schutz gegen Ekzeme und viele weitere Hauterkrankungen. Viele können so vermieden werden.